Amalgamsanierung

Sichere Technik der Amalgamsanierung

Siebenfachschutz:

  1. Kofferdam
    Zum besseren Schutz vor den Quecksilberdämpfen beim Einatmen werden wir einen Kofferdamm (Spanngummi auf einem Metallrahmen) anlegen. Der Kofferdamm isoliert somit den Zahn vom Rest der Mundhöhle und den oberen Atemwegen. Somit entsteht ein Schutz gegen Dämpfe und Bohrstaub. Amalgamreste gelangen nicht mehr in den Mundraum und können nicht verschluckt werden.

  2. Spezialabsaugung
    Eine Spezialabsaugung reduziert die Belastung durch Quecksilberdämpfe um über 90%. Amalgamreste und Dämpfe werden direkt am Zahn abgesaugt.
     
  3. Sauerstoff
    Zusätzlich bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Sie beim Bohren mit zusätzlichem Sauerstoff mit Hilfe einer Sauerstoffbrille und eines Sauerstoffgerätes zu versorgen.
     
  4. Spülen mit Natriumthiosulfat.
    Dies bindet und neutralisiert das noch im Zahngewebe zurückbleibende Amalgam, das durch Ausbohren nicht erreicht werden kann.
     
  5. Spezialbohrer
    Es werden nur extra dafür entwickelte Bohrer mit einer speziellen Verzahnung verwendet, die eine minimale Erhitzung der Füllung und somit eine möglichst geringe Freisetzung der Quecksilberdämpfe gewährleisten.
     
  6. Niedrige Drehzahl
    So wird die Entstehung von Quecksilberdampf reduziert.
     
  7. Aushebeln
    Es wird nur so wenig wie möglich und so viel wie nötig gebohrt. Die Entfernung der Amalgamfüllung durch Aushebeln hat Vorrang. Das Aushebeln hat den Vorteil, dass giftige Quecksilberdämpfe gar nicht erst entstehen können. Somit stellt diese Methode für den Patienten das geringste Risiko dar, Quecksilberdämpfe einzuatmen.

 

Amalgamsanierung- warum so wichtig?

Amalgam ist eine Legierung des Quecksilbers mit anderen Metallen, wie Silber, Kupfer, Indium, Zinn und Zink und wurde und wird zum Teil auch noch heute in großem Umfang als Zahnfüllungsmaterial eingesetzt und ist bereits seit seiner Einführung umstritten.

Die Verarbeitung von reinem Quecksilber und der hohe Quecksilbergehalt (etwa 50 %) haben bereits sehr früh eine Diskussion über mögliche Gesundheitsgefährdungen, die von der Verwendung von Amalgam als Füllungsmaterial ausgehen könnten, bewirkt

Menschen, die mehrere verschiedene (Schwer-)Metalle im Mund haben (etwa Gold, Amalgam, Silber), weisen erhöhte Quecksilberwerte auf, da durch die elektrochemische Korrosion im Mund Quecksilberionen aus dem Amalgam gelöst werden können. Durch Abrieb gelangen auch die Schwermetalle Kupfer und Zinn in den Organismus.

Quecksilber wird vor allem in Form von Quecksilberdampf aufgenommen.