Parodontale Fasern sind tausende feine Bindegewebsfasern zwischen Zahnwurzel und Knochen. Sie halten den Zahn nicht starr fest, sondern elastisch in seinem Zahnfach und übertragen die Kräfte einer Aligner-Schiene auf den Knochen.
Viele Menschen glauben, ein Zahn sei fest mit dem Knochen verwachsen.
Das stimmt nicht.
Tatsächlich "schwebt" jeder Zahn ganz leicht in seinem Zahnfach.
Zwischen der Zahnwurzel und dem Knochen befindet sich ein nur etwa 0,2 Millimeter schmaler Spalt.
In diesem Spalt liegen tausende winzige parodontale Fasern.
Sie verbinden Zahn und Knochen miteinander.
Man kann sich diese Fasern wie tausende kleine Gummibänder oder elastische Seile vorstellen.
Sie halten den Zahn sicher fest, erlauben ihm aber gleichzeitig minimale Bewegungen.
Das ist wichtig, denn beim Kauen wirken enorme Kräfte auf unsere Zähne.
Die Fasern wirken dabei wie kleine Stoßdämpfer und verteilen diese Belastungen gleichmäßig auf den Knochen.
Ohne parodontale Fasern könnte ein Zahn weder kauen noch durch Aligner bewegt werden.
Sie sind die Verbindung zwischen der Schiene und dem Knochen.
Die Schiene übt eine kleine Kraft auf den Zahn aus.
Diese Kraft wird über die Zahnwurzel an die parodontalen Fasern weitergegeben.
Erst die Fasern leiten das Signal an den Knochen weiter.
Dort beginnt anschließend der Knochenumbau.
Man könnte also sagen:
Die parodontalen Fasern sind die "Übersetzer" zwischen Aligner und Knochen.
Sobald eine Aligner-Schiene eingesetzt wird, entsteht eine kleine Kraft.
Die Zahnwurzel bewegt sich zunächst nur minimal.
Dabei werden die parodontalen Fasern auf einer Seite zusammengedrückt und auf der anderen Seite gedehnt.
Diese Verformung registriert der Körper sofort.
Sie ist das Startsignal für den biologischen Knochenumbau.
Ohne diese Fasern würde der Knochen gar nicht wissen, dass sich der Zahn bewegen soll.
Die parodontalen Fasern sind elastisch.
Sie möchten nach einer Zahnbewegung zunächst wieder ihre ursprüngliche Länge einnehmen.
Deshalb besitzen sie eine natürliche Rückstellkraft.
Erst wenn sich auch der Knochen umgebaut hat, nimmt diese Rückstellkraft langsam ab.
Genau deshalb dauert eine Aligner-Behandlung mehrere Monate.
Und genau deshalb ist auch die Retentionsphase so wichtig.
Die parodontalen Fasern "merken" sich zunächst die alte Zahnstellung.
Nach Abschluss der Behandlung ziehen sie den Zahn deshalb leicht in Richtung seiner ursprünglichen Position zurück.
Dieses Phänomen nennt man elastischen Rückstellzug.
Ein Retainer hält den Zahn während dieser Zeit in seiner neuen Position.
So können sich Fasern und Knochen vollständig anpassen.
Nein.
Sie bestehen überwiegend aus kollagenen Bindegewebsfasern.
Zwischen ihnen verlaufen jedoch auch kleine Blutgefäße und Nervenfasern, die Druck und Belastung wahrnehmen.
Ja.
Parodontale Fasern befinden sich ständig im Umbau und passen sich laufend an neue Belastungen an.
Beim Einsetzen werden die parodontalen Fasern leicht gedehnt oder zusammengedrückt.
Diese Spannung kann vorübergehend als Druckgefühl wahrgenommen werden.
Damit sich ein Zahn bewegen kann, muss er sich minimal im Zahnhalteapparat bewegen können.
Eine geringe vorübergehende Lockerung kann deshalb während einer kieferorthopädischen Behandlung auftreten und ist in der Regel Teil des biologischen Prozesses.
Sie passen sich nach und nach an die neue Zahnstellung an.
Dieser Umbau dauert länger als viele Patienten vermuten.
Deshalb ist eine Retention so wichtig.
Parodontale Fasern können enorme Kaukräfte aufnehmen.
Beim kräftigen Zubeißen wirken mehrere hundert Newton auf einzelne Zähne.
Die Fasern sorgen dafür, dass diese Kräfte gleichmäßig auf den Knochen verteilt werden.
Nein.
Zwischen Zahnwurzel und Knochen befindet sich der sogenannte Parodontalspalt, der von den parodontalen Fasern ausgefüllt wird.
Nein.
Die Schiene bewegt zunächst den Zahn minimal.
Die parodontalen Fasern registrieren diese Bewegung und geben das Signal an den Knochen weiter.
Nein.
Sie benötigen Zeit, um sich an die neue Zahnstellung anzupassen.
Deshalb wird ein Retainer benötigt.
Stellen Sie sich einen Zahn wie ein Schiff im Hafen vor.
Das Schiff liegt nicht direkt auf dem Boden.
Es wird von vielen dicken Seilen gehalten.
Diese Seile geben Halt, erlauben aber trotzdem kleine Bewegungen.
Genau so funktionieren die parodontalen Fasern.
Sie halten den Zahn sicher im Knochen und leiten jede Bewegung an den Körper weiter.
Parodontale Fasern bestehen überwiegend aus Kollagenfasern, die in unterschiedlichen Richtungen zwischen Zahnwurzel und Knochen verlaufen. Diese spezielle Anordnung ermöglicht es, Druck- und Zugkräfte effizient aufzunehmen und gleichmäßig zu verteilen. Gleichzeitig enthält der Zahnhalteapparat Blutgefäße, Nerven und Zellen, die auf mechanische Belastungen reagieren und den Knochenumbau steuern.
